Lebenslauf

Ich wurde am 27.12.1988 in Dresden geboren. Meine Mutter ist Erzieherin und mein Vater führt ein Landschaftsarchitekturbüro. Zu meiner Familie gehört außerdem meine ältere Schwester Marie.

Mein Leben war bisher immer vom Sport geprägt, schon während meiner Kindergartenzeit begann ich mit Schwimmen. Anfangs nur zwei Mal die Woche, doch schon in der Grundschule steigerte sich das Pensum. Schließlich bekam ich die Möglichkeit auf das Sportgymnasium gehen zu können und damit begann auch meine leistungssportliche Karriere. Doch leider ließen die Erfolge beim Schwimmen zu wünschen übrig und die geforderten Leistungen konnte ich nicht erreichen.

Mein damaliger Trainer Herr Oehme bot mir allerdings andere Möglichkeiten, um weiterhin im Leistungssport aktiv zu bleiben und so versuchte ich es zunächst mit Triathlon und Rudern gleichzeitig. Es dauerte allerdings noch nicht mal ein Jahr und das Rudern hatte mich schon mit 14 Jahren gefesselt. Erste Erfolge stellten sich auch rasch ein und das Training auf dem Wasser und die vielseitige allgemeine Ausbildung machte mir einfach Spaß.

2004 als ich erste Erfolge bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften der 15- und 16-Jährigen verbuchen konnte, entschied ich mich für eine Streckung der Schulzeit auf 13 Jahre, um noch mehr Zeit für das Training zu haben neben der Schule. In den folgenden Jahren schaffte ich immer wieder den Sprung in die Nationalmannschaft, anfangs zwei Jahre bei den Junioren, wo ich bei der Juniorenweltmeisterschaft auch den zweiten und ersten Platz errudern konnte und schließlich 2007 und 2008 in der U23 Nationalmannschaft den zweiten und dritten Platz bei der Weltmeisterschaft.

Den bisherigen Höhepunkt meiner noch jungen Karriere erreicht ich 2009, als ich den Anschluss an die „Großen“ schaffte und mit zur Weltmeisterschaft nach Polen durfte und wir dort auch den dritten Platz belegten.

2008 legte ich auf dem Sportgymnasium Dresden mein Abi ab und begann dann im Frühjahr 2009 mit dem Fernstudium „Internationales Management“ an der Fachhochschule Ansbach. Ein Präsenzstudium ist derzeit noch nicht möglich, da ich seit Oktober 2008 bei der Bundeswehr als Sportsoldat angestellt bin.

Im darauffolgenden Jahr 2010 fand die WM in Neuseeland statt und deswegen wurde es ein besonders langes Jahr, da der Höhepunkt nicht wie gewohnt Ende August stattfand, sondern erst Ende Oktober. Dort lernten wir zum ersten Mal unfaire Bedingungen kennen und belegten nach einem souveränen Vorlaufsieg nur den 4. Platz. Es war eine bittere Saison.

In 2011 hätte es nicht viel besser laufen können. Es wurde der spätere Olympiavierer formiert und wir dominierten die gesamte Saison. Im WM- Finale in Bled/ Slowenien zog Lauritz deutlich in Führung liegend 30m vor dem Ziel einen Krebs und wir gewannen die Silbermedaille.

Meine ersten Olympischen Spiele standen 2012 bevor, doch die Qualifikation hatte es in sich und ich kann froh sein, dass meine physische Leistungsfähigkeit sehr gut ist, da die reine Einerleistung nicht für den Platz im Vierer gereicht hätte. Es gab einiges Hin und Her und viel Druck, vor allem nach drei zweiten Plätzen bei den Weltcups der Saison aber in London zeigte sich, dass wir alles richtig gemacht hatten und konnten die Saison als Olympiasieger beenden.

Das nacholympische Jahr ist immer schwierig, nicht nur aufgrund der geringeren Motivation, sondern auch weil man sich wieder auf andere Dinge im Leben konzentriert. So begann ich auch im Herbst 2012 das Studium der Sportwissenschaft in Leipzig, was die Trainingszeit einschränkt aber das Leben nach dem Sport ist auch wichtig. Ebenso fand ich den Weg zu meinem Manager Torsten Reitz, der das Sponsorennetzwerk TopSponsoring in Dresden aufbauten und wodurch ich bis heute von vielen Personen und Unternehmen freundlich unterstützt werde. Ich qualifizierte mich wieder für den Doppelvierer und belegten nach dem Sieg bei der Europameisterschaft konstant den zweiten Platz, auch bei der Weltmeisterschaft in Korea.

In 2014 sollte es zum ersten Mal wieder einen reinen Dresdner Vierer geben, denn wir waren alle aus einer Trainingsgruppe und durften gemeinsam zu internationalen Wettkämpfen starten. In Belgrad bei der Europameisterschaft belegten wir den 3. Platz und sahen viel Verbesserungspotential. Leider konnten wir unsere Möglichkeiten die ganze Saison, aufgrund verschiedener Ursachen nicht ausschöpfen und belegten in Amsterdam bei der Weltmeisterschaft wieder den 3. Platz.

Trainer

Egbert Scheibe

Meine sportlichen Erfolge

2014

3.Platz - Europameisterschaft in Belgrade / Serbien - M4x

2.Platz - Weltcup Aiguebuellette/ Frankreich - M4x
3.Platz - Weltmeisterschaft in Amsterdam - M4x
2013

1.Platz - Europameisterschaft in Sevilla - M4x (Doppelvierer)

2.Platz - Ruderweltcup Luzern - M4x
2.Platz - Weltmeisterschaft in Chungju/ Südkorea - M4x
2012

1.Platz - Olympische Spiele in London - M4x (Doppelvierer)

2.Platz - Ruderweltcup in München - M4x (Doppelvierer)
2.Platz - Ruderweltcup in Luzern - M4x (Doppelvierer)
2.Platz - Ruderweltcup in Belgrad - M4x (Doppelvierer)
2011
2. Platz - Weltmeisterschaft in Bled/ Slowenien- M4x (Doppelvierer)
Gesamtweltcupsieger- M4x (Doppelvierer)
1. Platz - Ruderweltcup in Luzern- M4x (Doppelvierer)
2. Platz - Ruderweltcup in Hamburg- M4x (Doppelvierer)
1. Platz - Ruderweltcup in München- M4x (Doppelvierer)
2010
4. Platz - Weltmeisterschaft in Neuseeland- M4x (Doppelvierer)
4. Platz - Europameisterschaft in Portugal- M4x (Doppelvierer)
2. Platz - Ruderweltcup in Luzern- M4x (Doppelvierer)
2. Platz - Ruderweltcup in München- M4x (Doppelvierer)
1. Platz - Ergometer- Weltmeisterschaften in Boston (USA)
1. Platz - Ergometer- Europameisterschaften in Kettwig
2009
3. Platz - WM - M4x (Doppelvierer)
2008
8. Platz - EM - M2x (Doppelzweier)
3. Platz - U23-WM - M2x (Doppelzweier)
2007
2. Platz - U23-WM - M2x (Doppelzweier)
2006
1. Platz - Junioren-WM - M4x (Doppelvierer)
2005
2. Platz - Junioren-WM - M4x (Doppelvierer)