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Trainingslager Weissensee- immer eine Reise wert!

Klausur, Golfturnier, Training, Entspannen,... die Woche daheim zwischen den Trainingslagern wurde alles, aber nicht langweilig. Wie man sich denken kann, ging die Zeit natürlich auch viel zu schnell vorbei und die Anreise zum Weissensee am Montag stand schon wieder auf dem Plan. 04:00 Uhr machte ich mich mit dem Mietwagen auf den Weg zum Flughafen nach Berlin und bekam am Ende durch den frühmorgendlichen Stau in Berlin auch noch Stress. Aber der Flieger hob pünktlich ab und gegen Mittag waren wir auch schon im Naturpark Weissensee anegkommen. Mit von der Partie sind fast schon traditionell alle Skuller und dazu noch der Riemenzweier der Frauen.

Bisher lief es noch nicht so ganz rund. In der ersten Einheit am Montag verlor Philipp bei 9km eine Schraube aus der Dolle und wir mussten zu dritt zurück rudern. Gegen die Sonne und gegen den Wind, sah man nicht sonderlich viel und sommerliche Temperaturen taten das Übrige. Den ersten Schwimmer verfehlten wir noch knapp und er beschwerte sich lautstark, beim nächsten hatten wir nicht so viel Glück und erwischten ihn direkt am Kopf. Glück im Unglück, es passierte nicht viel, die Wunde wurde genäht und es geht ihm wieder gut. Am nächsten Tag folgte der erste Sturz auf dem Fahrrad, glücklicherweise auch ohne große Verletzungen. Der dritte Tag versprach recht gutes Wetter, es war wechselnd bewölkt aber so richtig gut sah es dann doch nicht so. Ein mulmiges Gefühl im Magen ignorierte ich, um nicht wieder der Spielverderber zu sein, also machten wir uns auf in Richtung Seeende. Nach 6km blitzte es am rechten Bergrand und ich dachte es sei ein Fotoblitz oder eine Reflexion gewesen aber der enorme Donner keine drei Sekunden später belehrte uns eines Besseren. Der kurze Blick zum Trainer, ja ihr dürft Wenden...weg von der Seemitte an den Rand aber es half nichts. Der nächste Blitz teilte sich und ging links und rechts vom See in die Berge aber direkte auf unserer Höhe, denn der Donner folgte auf den Fuß. Die Schlagzahl wurde erhöht und wir legten beim letzten Hotel an, bei 5,5km und warteten das Gewitter ohne Schäden ab. Glück gehabt. Die Einheit konnten wir nach kurzer Pause aber zu Ende bringen. Am Donnerstag kam dann der nächste Schockmoment, als wir uns bei dem Unfallopfer vom Montag entschuldigen wollten. Wir saßen gemeinsam draußen und es gewitterte und regnete vor sich hin, als der Sturm losbrach. Orkanböen mit um die 100 Stundenkilometern sorgten für fliegende Sonnenschirme und umgekippte Bäume und... defekte Boote. Aber größere Schäden blieben glücklicherweise aus. Der Strom kam dann erst nach fünf Stunden wieder. Heute vormittag regnet es wieder ununterbrochen und donnert die ganze Zeit vor sich hin aber für heute Nachmittag ist zumindest Besserung angesagt. Wir sind gespannt! Es verbleiben uns noch 13 Tage und es kann eigentlich nur besser werden! Wobei die Rudereinheiten, die wir bisher gemacht haben auch ganz gut waren.

Erstellt von Tim Grohmann am 11.08.2017 um 10:17 Uhr.