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Langstrecke Leipzig

Ein 5. und ein 2. Platz stehen am Samstag und Sonntag zu Buche. Scheint eigentlich alles normal, aber irgendwie war es doch verkehrte Welt. Denn auf dem Ergo, wo ich sonst immer sehr weit vorn platziert bin, waren dieses Jahr vier Sportler schneller und ich bleib mit 5:52min über die virtuelle 2000m Strecke doch hinter den Erwartungen. Den Nachmittag verbrachten wir dann im Kreise der Trainingsgruppe zuerst auf dem Kanal beim Ausrudern und im Anschluss genossen wir noch kurz das tolle Wetter am Schladitzer See. Zum Glück war jedoch nicht genügend Wind zum Windsurfen... Nach dem gemeinsamen Abendessen beim angestammten Italiener fielen wir dann auch schon ins Bett in freudiger Erwartung der Langstrecke am nächsten Morgen.

Es sollte ein wenig anders verlaufen als sonst... gesetzt war ich an 3.Position nach Hans Gruhne und Jason Osborne und vor Tim- Ole Naske. Ich hatte gewisse Bedenken auch noch vor TOle, wie er genannt wird, anzukommen. Hans Gruhne meldete ab und so ging es für mich an zweiter Position an den Start. Es ging eigentlich ganz gut los und ich fand recht zügig einen vernünftigen Rhythmus und wollte mich bei meiner "Standardzeit" von knapp unter 23min einpegeln, was so 3:50min pro Kilometer bedeutet. Die zweiten 1000m passte das auch mit 3:46min ganz gut aber danach lief es sehr viel besser als erwartet und ich konnte flüssig weiterfahren. Als ich an der ersten Zwischenzeit nur 3 Sekunden hinter Osborne war, motivierte das umso mehr und die 3:46min blieb meine langsamste Zeit des Tages. Nach 4km hatte ich einen kurzen Hänger, da meine Zeit unter 23min locker möglich war und das der Zeitraum der größten Belastung ist. Der Abstand zu TOle wurde eher wieder ein bisschen größer, sodass ich einfach weiterfuhr und am Ende mit der Bestzeit über die Linie ging und mit 22:13min war ich mehr als zufrieden. TOle war nur 7 Sekunden schneller als ich und da hoffte ich schon, dass es ein ganz gutes Ergebnis werden würde. Am Ende stand der unerwartete zweite Platz zu Buche aber hinter mir wurde es auch recht eng, denn vier oder fünf Sportler hatten nahezu dieselbe Zeit.

Es war ein doch sehr versöhnliches Wochenende und ließ definitiv hoffen auf die Meisterschaft!

Aber wie es so ist, kommt es immer anders... Am Montag schleppte ich mich dann doch noch zum Fußball und es kam, wie es kommen musste, ich endete in der Notaufnahme. Wie auch sonst, wenn es schon mal gut läuft!? Diagnose, nichts gebrochen, Band "nur" überdehnt, zwei Wochen kein Sport- Top! Oder auch nicht...

Den Dienstag verbrachte ich letztendlich zu Hause mit einem kurzen Stop beim Sportmediziner meines Vertrauens, der dann letztendlich auch wieder ein bisschen Hoffnung aufkeimen ließ. Der Mittwoch war auch noch recht ruhig mit Uni und Bundeswehrarzt und am Abend bewegte ich mich im Kraftraum und locker auf dem Ergo, was auch gut möglich war. Am Freitag konnte ich das erste Mal wieder Rudern und jetzt schmerzt der Fuß zwar noch bei jeder Berührung aber Rudern ist mehr oder weniger problemlos möglich.

Erstellt von Tim Grohmann am 14.04.2017 um 14:50 Uhr.