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Deutsche Ergometermeisterschaft 2017 Essen- Kettwig

Am Sonntag war es nun so weit. Es ging wieder los im Theodor- Heuss- Gymnasium in Essen- Kettwig. Deutschlanda angesagtestem Ergotempel, wie es immer so schön heißt. Zweimal durfte ich dort schon starten und beide Male war es recht erfolgreich.

Ich hatte mich in der Woche gut erholt vom Trainingslager Rabenberg in der zweiten und dritten Januarwoche des Jahres. Dort absolvierten wir mehr als 70 Stunden Training auf dem Ergo, beim Schwimmen, auf Skiern und mit dem Ball. Dementsprechend hoch war die Erschöpfung. Nichtsdestotrotz habe ich mich sehr auf die Meisterschaft in Essen gefreut, auch wenn neben mir kein weiterer A- Senior gemeldet hatte, z.B. aus dem Kreise der Nationalmannschaft. Aber das muss das Niveau ja nicht unbedingt sinken lassen, wie ich im Finale feststellen durfte.

Jule war meine moralische Unterstützung und wir starteten am Samstag in Richtung Westen, mit einem kleinen Umweg über Hannover, um für wärmere Tage in den kommenden Wochen bei ausgiebigen Spaziergängen gewappnet zu sein. Am Abend landeten wir dann beim Hotel Landhaus Knappmann in Essen- Kettwig und wurden sehr freundlich mit Schokolade, Getränk und dem besten Zimmer des Hauses empfangen, das war schon eine kleine Überraschung und dafür möchte ich Boris Orlowski von boat-events natürlich auch herzlich danken! Das Zimmer war dann auch ein Traum und wir ärgerten uns ein wenig, dass wir nur eine Nacht bleiben durften. Am Abend fand dann das gemeinsame Abendessen statt und es wurde viel gelacht und erzählt und sich auf das kommende Event eingestimmt. Am Sonntag konnten wir noch das herrliche Frühstück genießen, bevor es dann auch schon zur Turnhalle ging, denn es standen heute zwei Rennen auf dem Plan. Vorlauf und Finale. In den ersten Minuten in der Halle sichtete ich schon den späteren Sieger, einen ca. 2,03m und 105kg schweren Mann und wunderte mich wer das sei. Nach dem Vorlauf wusste ich es dann und dort zeigte er auch schon, dass definitiv mit ihm zu rechnen war. Er prügelte die ersten Meter nach vorn und setzte sich deutlich an die Spitze. Ich wollte den Vorlauf eigentlich locker gestalten aber mit Abstand verlieren wollte ich auch nicht und so setzte ich kleine Spurts und arbeite mich wieder heran und im Ziel auf einen geteilten ersten Platz. Mit einer 6:06min hatten wir uns wohl beide nicht sonderlich verausgabt. Im Finale war ich gewarnt aber wirklich konkurrenzfähig war ich leider nicht. Auf den ersten 500m erspurtete sich der junge Schwimmer einen Vorsprung von 4 Sekunden und hielt diesen dann auch nahezu bis ins Ziel und das nicht, weil ich zu langsam angegangen war, sondern weil seine Zeit einfach stark war. Mit 5:50min siegte er vor mit 5:54 und Sebastian Ritter mit 6:02min. Ein aufstrebender Schwimmer gewann somit die Deutschen Ruderergometermeisterschaften und vor dieser Leistung kann ich nur den Hut ziehen. Es war sicherlich nicht meine beste Leistung und wenn ich gut drauf kann ich die Zeit ohne größere Probleme fahren aber es war an diesem Wochenende nicht mehr drin.

In den nächsten Wochen heißt es nun trainieren, trainieren, trainieren und das alles mit der nötigen Freude am Job...

Erstellt von Tim Grohmann am 31.01.2017 um 13:30 Uhr.