Weblog

06.08.2016- Vorlauf Männerdoppelvierer

05:15 Uhr: Der Wecker klingelte ja schon wieder so zeitig… aber was solls, in Deutschland ist es ja schließlich schon nach um 10 und da kann man ja auch so langsam mal aufstehen, immer dieses Ausschlafen! Nach einem kurzen Imbiss ging es dann auch schon in den Bus… 05:40 Uhr: Busfahrt zur Strecke. Man könnte meinen es sei früh, denn im Bus befinden sich nur schlafende Menschen. Aber zumindest verspricht es ein schöner Tag zu werden, denn der Himmel ist blau und die Temperaturen mehr als angenehm.

07:00 Uhr: Zwei Runden Training stehen auf dem Plan, also entspannte 8km. Viel mehr Zeit zum Training bleibt auch nicht mehr und selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich nicht mehr fahren können, da die Strecke gesperrt wurde in Vorbereitung auf die Rennen, die 08:30 Uhr beginnen sollten. 08:30 Uhr: Frühstück an der Strecke und nebenbei Rudern schauen. Eigentlich könnte es viel besser gar nicht sein… Am Anfang waren auch noch spiegelglattes Wasser und hervorragende Ruderbedingungen. Leider änderte sich das mit dem dritten Vorlauf im Einer mehr oder weniger schlagartig und es entwickelten sich mehr und mehr perfekte Segelbedingungen. Das Ganze gipfelte eigentlich beim Männer Zweier ohne gegen 11 Uhr, als sogar ein Boot kenterte und das Ziel nicht erreichte in Folge der Bedingungen. Vor der Kenterung lagen die Serben noch auf dem dritten Rang, welcher für den direkten Einzug in die nächste Runde gereicht hätte. Schade, schade. Die Bedingungen waren schon echt mies und die Rennen richtige Wasserschlachten. Einige ungeschlagene Favoriten mussten besonders in den Einern auch Federn lassen und kassierten Niederlagen, die aber in den meisten Fällen trotzdem zum Weiterkommen reichten.

12:30 Uhr: Mit etwas Verspätung startete das Rennen des Männer- Doppelvierers aber zumindest hatten sich die Bedingungen deutlich gebessert. Ich platzierte mich im Zielbereich, um den Jungs nach dem Rennen kühle Getränke reichen zu können. Der Start funktionierte schon mäßig und die Ukrainer konnten sich direkt knapp in Front schieben aber es war nicht viel und wäre alles gut aufholbar gewesen aber der gewünschte Vortrieb wollte sich nicht so recht einstellen und so war die Platzierung an der 1000m- Marke immer noch Ukraine vor Deutschland und Estland. Die Esten schoben sich auf den folgenden 500m an die Spitze und verteidigten diese konsequent und souverän bis ins Ziel. Der Vierer war dadurch nun auf den dritten Platz zurückgefallen und konnte auch nicht auf den zweiten Platz vorfahren, der direkt fürs Finale gereicht hätte. Die Kanadier waren 250m vorm Ziel noch stark im Kommen aber zogen einen kapitalen Krebs und standen in der Folge.

Somit stand am Ende ein dritter Platz zu Buche und die Möglichkeit es im Hoffnungslauf in zwei Tagen besser zu machen…

14 Uhr: Nach 5h in der prallen Sonne und bei über 30 Grad ging es für uns Ersatzleute zurück ins Dorf. Ich hatte mich an diesem Tag so oft mit Lichtschutzfaktor 50 wie noch nie aber zumindest konnte ich mich vor Sonnenbrand schützen. Nach einem kurzen Snack im Zelt hieß es dann schnell Umziehen.

16:00 Uhr: Ein bisschen Sport tut immer gut und so ging ich noch ein bisschen aufs Laufband im Gym und dann war der Tag auch schon wieder vorbei…

Erstellt von Tim Grohmann am 08.08.2016 um 02:15 Uhr.