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04.08.2016- Ersatzleuterennen

06:30 Uhr: Wecker klingeln im Olympischen Dorf und anschließendes kleines Frühstück im Essenszelt.

07:40 Uhr: Fahrt zur Strecke mit dem Shuttle.

09:00 Uhr: Zum Einrudern 6km Training und ein paar schnelle Schläge zum „munter“ werden. Anschließend noch schnell das Boot säubern, verwiegen und ein GPS- Tracker draufkleben lassen.

10:00 Uhr: Frühstück an der Strecke

11:00 Uhr: Fertigmachen zum Ersatzleuterennen aber vorerst zum Time- Trial. Ich wurde im Vorfeld häufig gefragt wie das abläuft und wer meine Gegner sind aber eine Auskunft konnte ich nicht geben, da ich nichts wusste.

11:30 Uhr: Start zum Time- Trial. Chaotische Bedingungen beim Vorstart, da die Informationsgebung bei den Volunteers wohl auch nicht gegeben war. So sollte ich z.B. als Startnummer 6 nach der Startnummer 2 an den Start gehen, obwohl die vier noch neben mir lag. Logische Konsequenz war natürlich, dass ich wieder zurückgeschickt wurde… Time Trial ist ein Test für schlechte Bedingungen, wo alle unter gleichen Bedingungen im Abstand von 30 sek gegeneinander fahren sollen, um Bahnbevorteilungen zu vermeiden. In der Praxis findet es keine Anwendung aber getestet wurde es schon ab und zu mal. Geplant war das „Rennen“ im normalen Trainingstempo zu fahren. Das machte ich auch und im Ziel wunderte ich mich über die Anzeigetafel und die anderen Zeiten. Ich wurde dort als 6. geführt und über mir war ein Strich, sodass ich schon dachte ich sei nun doch raus.

Danach habe ich kurz angelegt, um etwas zu trinken und die Beine kurz hochzulegen.

12:30 Uhr: Start zum Ersatzleuterennen. Das Time- Trial war Geschichte und interessierte nicht die Bohne. Am Start waren sechs Boote und die Volunteers waren wieder schlecht eingewiesen aber es war ja auch ein Test für die richtigen Wettkämpfe von daher war das ok. Mein Start war in Ordnung und somit fand ich mich an zweiter Position wieder, hinter einem Holländer und vor einem Schweizer. Diese Reihenfolge blieb bis nach der 1000m Marke so, als die Bedingungen langsam aber sicher schlecht wurden. Der Schweizer überholte mich und am Ende kam ich als Dritter ins Ziel. Das Rennen war aber in Ordnung und ich war einigermaßen zufrieden mit dem Ausgang.

14:00 Uhr: Fahrt zum Olympischen Dorf und anschließendes Mittagessen und Mittagspäuschen.

18:30 Uhr: Abendessen und Usain Bolt beim Essen bestaunen. Viele wollten ein Foto mit ihm und das war definitiv ein Spektakel, denn irgendwann wurde es ihm verständlicherweise zu viel und er ist geflüchtet. Wir verabschiedeten uns im Anschluss noch kurz ins Spielezelt und fielen einigermaßen geschafft ins Bett.

Erstellt von Tim Grohmann am 08.08.2016 um 02:12 Uhr.