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Deutscher Meister Ergometer 2014

Nach 2010 und 2013 konnte ich nun zum dritten Mal den Meistertitel auf dem Ergometer errudern. Meine Zeit von 5:51,8min vom ersten Wettkampf der Indoor Rowing Serie hatte bis zum letzten Wettkampf am Wochenende in Kettwig Bestand.

Ich musste allerdings auch hoffen, denn wirklich verteidigen hätte ich die Krone nicht mehr können, da im Januar auch noch eine Weisheitszahnop an stand und ich deswegen eine Woche pausieren durfte. Rabenberg wurde dieses Jahr auch zum ersten Mal nur verkürzt durchgezogen, weil ich mich auch in der Uni mal wieder sehen lassen wollte und das war auch ganz gut so. Denn selbst vier Tage intensiven Trainings auf dem Rabenberg sind schon recht sinnvoll.

Vor zwei Wochen konnte ich dann wieder voll ins Training einsteigen, anfangs noch mit kleineren Einschränkungen in der Belastungsgestaltung durch den fehlenden Zahn aber nach wenigen Tagen ging es voll weiter. Der anstehende Stufentest wurde um eine Woche verschoben… beim Stufentest geht es darum die körperliche Leistungsfähigkeit abzuprüfen durch eine ansteigende Belastung auf dem Ergometer. Man beginnt beim lockeren Ausdauertraining und steigert die Belastung alle vier Minuten um 50 Watt, sodass man nach sechs Stufen so langsam bei der Stufen angekommen ist, wo das Laktat so in die Beine schwappt und es anstrengend werden würde, aber dann ist zum Glück Feierabend… Der Wert war am Ende nicht besonders gut aber nach nur zwei Wochen Training war das auch nicht anders zu erwarten und wenn ich sonst mit normal gutem Trainingszustand irgendwo um die 450 Watt bin, kam ich dieses Mal nur auf um die 415 Watt. Es ist nicht ausreichend und ich werde mich in den kommenden Wochen nochmal ein bisschen auf den Hosenboden setzen müssen.

Am Samstag, einen Tag nach dem Stufentest, sollte auch noch der 6000m Test auf dem Ergometer stattfinden. Ich fühlte mich am Freitag, nach einer Woche intensiven Training dummerweise nicht sonderlich fit, sodass ich alle Register in Sachen Regeneration ziehen musste. Fußball fiel aus, ich stattete dem HAINS Freital einen Besuch ab und entspannte mich in der Sauna, und gestattete mir ein elektrolytisches Getränk. Normalerweise gehe ich vor dem Wettkampf nicht in die Sauna aber ab einem gewissen Erschöpfungsgrad ist es auch wieder förderlich…

Hochmotiviert und ausgeruht stand ich am nächsten Morgen im Bett… zumindest sollte es in der Theorie so sein -.- war leider nicht ganz so… aber gut. Nach einer guten Erwärmung und mit der Zielstellung von Herrn Scheibe im Ohr ging es auch schon bald los. Seine und meine Vorstellungen deckten sich nicht ganz, da ich meine Leistungen mittlerweile zum Glück recht realistisch einschätzen kann. Ich fuhr dann recht „gemütlich“ los die ersten drei Kilometer mit einem Schnitt, der noch deutlich über dem Endschnitt lag und das Ziel war es die letzten drei Kilometer deutlich schneller zu werden und je deutlicher, desto besser am Ende die Zeit… es war nicht deutlich genug. Ich fuhr am Ende 18:46min und somit knapp 20 Sekunden über Bestzeit. Es ist die Leistung, die ich aktuell erbringen kann und ich kann mir nichts vorwerfen, da zur Zeit noch eine Phase des Aufbaus ist. In zwei Monaten sollte es dann nicht mehr so sein…

Die nächsten beiden Wochen sind geprägt vom vielen Training und am 17.02. geht es dann nach Frankreich ins Warme zum Rudern. Damit beginnt die heiße Phase der Vorbereitung. Nach zehn Tagen daheim geht es im Anschluss nach Sevilla und dann sind wir auch schon fast im April und die Rennen gehen wieder los. Aber bis dahin stehen auch noch ein paar Prüfungen in der Uni an.

Am Sonntag hat Albrecht Klammer, der frisch gebackene Junioren- Weltmeister im Vierer Bob nach Altenberg eingeladen, um eine Testfahrt zu machen und davor ist am Freitag noch der Neujahrsempfang der Stadt Freital, wo ich immer wieder gerne teilnehme.

Erstellt von Tim Grohmann am 05.02.2014 um 09:34 Uhr.