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Langstrecke Dortmund

Am Freitag stand nun seit längerer Zeit mal wieder die erste Standortbestimmung des neuen Trainingsjahres auf dem Programm. Der Start für die Teilnehmer von Rio war freiwillig aber da ich nun schon eine Weile trainierte und nicht unfit bin, wollte ich auch starten. Warum soll ich trainieren, wenn ich keine Wettkämpfe fahren möchte? Von daher ging die Reise am ersten Adventswochenende mit Bus und Hänger Richtung Westen. Angekommen am Kanal bauten wir fix unsere Boote an und dann ging es auch schon aufs Wasser. Meine Trainingsgruppe hat sich in den letzten beiden Jahren deutlich verjüngt. War ich sonst oft einer der Jüngeren, bin ich nun schlagartig zum "Alten" geworden. Wir sind mittlerweile noch 7 Sportler in Dresden. Drei Damen, darunter zwei Riemerinnen, die in Dortmund im Einer an den Start mussten und sich auch beachtlich schlugen und noch eine "Leichte", die jedoch krankheitsbedingt fehlte. Ansonsten gibt es noch ein Leichtsgewicht, der schon eine Weile bei uns trainiert und zwei "schwere" Skuller, sodass ich nicht alleine vor mich hintrainieren muss und es auch definitiv nicht langweilig wird.

Am Samstag stand dann der Wettkampftest auf dem Ergometer auf dem Programm. Ich war mir unschlüssig über meine derzeitige Form und wollte defensiv starten und sehen was möglich ist. Mit einer 5:52min über die virtuellen 2000m hätte ich gerechnet. Aber nach den Startschlägen war ich überrascht, denn es ging recht locker und ich blieb schon die ersten 500m deutlich unter meinem "Fahrplan", die 2. 500m warte ich ab und fuhr die 1:28/ 500m durch, die eine 5:52 bedeutet hätte, aber das wusste ich schon, dass es schneller werden würde. Auf den 3. 500m wurde es dann schon langsam wieder schneller und die 1:27 stand oft auf dem Display. Hintenraus wird es immer schwer, aber die schnellsten 500 in diesem Rennen waren trotzdem die letzten 500m und so stand am Ende eine 5:48,9min auf dem Display und notiert wurde nachher eine 5:49,0, da sie internen Speicher so stand...wenn ich das gewusst hätte... aber gut. Mit der Zeit war ich recht zufrieden, denn es ist immer schön zu sehen, wenn sich das Training irgendwie auszahlt. Maximilian Fränkel aus Frankfurt war 8/10 schneller und somit war ich 2. der Rangliste. Kompensiert wurde im Anschluss im Einer und danach fuhren wir gemeinsam ins Hotel, um die Beine nochmal hochzulegen.

Am Abend ging es gewohnheitsmäßig in die Stadt zum Essen und im Anschluss auf den Weihnachtsmarkt.

Am ersten Advent konnten wir dann leider nicht ausschlafen und schlemmen bis zum Umfallen, denn 10:38 Uhr fiel schon der Startschuss für die 6000m im Einer. Das Wetter war gut. Recht frisch mit 5 Grad, aber immerhin kein Wind und nur teilweise Regen. Ich bin leider nicht so richtig ins Rennen gekommen und quälte mich mehr oder weniger über die Strecke. Auf meinen Vordermann fuhr ich auf und schaukelte mich dann durchs Fahrwasser. Boris Orlowski verkündete im Ziel den dritten Platz hinter Jason Osborne und Tole Naske, die beide sehr stark gefahren sind. Timo Piontek konnte sich direkt noch mir auch noch zwei Sekunden vor mich setzen und ein wenig später noch Henrik Runge, sodass in der Endabrechnung ein 5. Platz zu Buche stand. Damit bin ich auch nicht ganz zufrieden aber ok ist es schon... Die Leistung der Trainingsgruppe war im Großen und Ganzen recht zufriedenstellend. Steven Hacker belegte den 9. Platz im Einer und Katja Rübling bei den Frauen gar den 7. Platz, was nicht nur als Riemerin beachtlich ist, sondern auch im ersten "Frauenjahr".

In den kommenden Wochen steht das Training der Grundlagenausdauer im Vordergrund und natürlich dürfen auch die koordinativen Fähigkeiten beim Spiel nicht zu kurz kommen. Am Mittwoch ist hierzu ein Tischtennisturnier, organisiert vom Ingenieurbüro für Wasser und Boden mit Wolfram Kritzner, Mitglied im TopSponsoring Dresden- Netzwerk, und am Sonntag dann noch Punktspiel im Tennis, wo Einzel gespielt wird und Doppel im Mixed. Ich freue mich auf Beides, denn es bietet immer eine willkommene Abwechslung.

Am 10.12.2016 findet in Berlin dann der erste Ergocup des Winters statt, wo ich mich auch der Konkurrenz stellen werde.

Erstellt von Tim Grohmann am 28.11.2016 um 08:10 Uhr.


Ehrung Zentrum für Hochschulsport der Uni Leipzig

Am Donnerstag fand dann auch schon die nächste Ehrung statt. Dieses Mal durch die Uni Leipzig. Sie lud die studierenden Leistungssportler in Marriott Hotel Leipzig ein und es fand eine Ehrung mit vielen netten Anekdoten und in entspannter Atmosphäre statt.

Erstellt von Tim Grohmann am 21.11.2016 um 11:24 Uhr.


Ehrung Landesruderverband Sachsen

Am Dienstag, dem 15.11.2016 fand im Bootshaus des Dresdner Ruderclub die jährliche Ehrung der erfolgreichen sächsischen Ruderer statt. Die Veranstaltung begann mit einem guten Buffett und so konnten wir gestärkt in die anstehende Ehrung gehen. Tobias Rossberg und Bernd Bielig führten als Moderatoren durch die Veranstaltung mit dem Höhepunkt der beiden Doppelviererrennen von Rio. Nach den Ehrungen biieb noch genügend Zeit für viele interessante Gespräche und darauffolgenden Buß- und Bettag durften wir zur Feier des Feiertages ausschlafen und begannen erst 8 Uhr mit dem täglichen Training.

Erstellt von Tim Grohmann am 21.11.2016 um 11:13 Uhr.


Trainingsstart, Langstrecke Berlin und Ausblick

Der Start ins Trainingsjahr begann für mich Ende September und es stellte sich auch nicht wirklich die Frage ob es weitergehen würde. Ich werde nun den Fokus wieder mehr auf mein Studium lenken.

In der trainingsfreien Zeit, die ich größtenteils in Dresden verbrachte, konnte ich sehr gut meinen Hobbies nachgehen und unter anderem die Clubmeisterschaft im Golf mitspielen oder auf Fehmarn Windsurfen gehen. Ich begann im September auch die Ausbildung zum Trainer B in der Sportart Rudern und werde diese hoffentlich am Wochenende erfolgreich und mit Trainerschein abschließen.

Anfang Oktober wurde das Training noch einmal vom Urlaub unterbrochen. Dieser fand auf Sardinien statt und war traumhaft. Viel Windsurfen und ein bisschen Sightseeing aber alles in allem sehr entspannt :)

Der erste Wettkampf der Saison fand letztes Wochenende bei der Langstrecke in Berlin statt. Ich habe mich dazu entschlossen trotzdem Wettkämpfe mitzufahren, da ich sonst auch nicht trainieren müsste, deswegen werde ich auch in Dortmund am Start sein. Nach der Vorbelastung eine Woche vorher auf der Elbe hatte ich mir ein bisschen Gedanken gemacht. Ich sollte 8km mit der Strömung fahren und die Performance war... eher mäßig... Aber die Woche darauf war wahrscheinlich auch die Motivation ein bisschen höher und ich konnte mit knapp einer halben Minute Vorsprung gewinnen. Allerdings waren eigentlich nur U23 am Start aber es war auch ein ordentliches Rennen.

In dem kommenden beiden Wochen bis Dortmund werden wir versuchen die Grundlagenausdauer noch weiter zu verbessern um dann in Dortmund eine vernünftige Leistung abzuliefern. Zwei Wochen später findet dann in Berlin ein Ergo- Cup statt und vielleicht gibt es vor Weihnachten noch ein Wochenende im Schnee, also auf Skiern.

Erstellt von Tim Grohmann am 08.11.2016 um 18:36 Uhr.


07.08.2016-in der Schwebe

In einem gewissen Schockzustand befanden sich alle nach dem dritten Platz im Vorlauf und somit dem verpassten direkten Einzug ins Finale. Um die Gedanken wieder zu sammeln und wieder ein bisschen zur Ruhe zu kommen, konnten wir heute zunächst einmal ausschlafen. Vor um 9 wollte keiner aufstehen oder zum Frühstück gehen. Durch das viele frühe Aufstehen der letzten Tage konnte ich allerdings schon gg. Halb acht nicht mehr schlafen und musste mir die Zeit mit Lesen und Berichte schreiben vertreiben… Vor dem Frühstück kam dann schon die Nachricht, dass die Rennen heute ausfallen würden und die Strecke wegen zu starken Windes gesperrt sei. Einige Boote waren schon auf Tauchfahrt gegangen und viele mussten nach einer dreiviertel Runde wieder anlegen und das Training abbrechen, weil sie sonst untergegangen wären. Die Olympiasiegerin im Einer von London kenterte beim Training und bei der Rettung durch die Sicherheitskräfte brach ihr Boot entzwei. Sie hat nun noch ein bisschen Arbeit vor sich und muss sich ein Ersatzboot neu einstellen und kann nur hoffen, dass es passt. Da es selbst bei neuen Booten große Unterschiede und die richtige Einstellung zu finden einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Aber nun zurück zu uns. Als die offizielle Nachricht kam, sollten wir natürlich möglichst schnell ins Fitnesszelt und uns aufs Ergo schwingen aber wie das so ist, haben einige andere auch diese Ideen und deswegen waren die Ergos belegt. Ich habe mich dann aufs Laufband begeben und bin dort eine Stunde gelaufen. Immerhin ist das auch für den guten Zweck, da immer eine Uhr mitläuft und ab einer bestimmten Meterzahl gibt es ein Fitnessgerät für Fitnessstudios in Rio kostenlos zur Verfügung gestellt und so tut man praktisch durch seinen täglichen Sport noch etwas Gutes für die Bevölkerung von Rio. Wenn es dann ankommt und nicht wieder irgendwo im Boden versickert, wie Geld für Kläranlagen oder ähnliches… aber das ist wohl ein anderes Thema.

Nach dem Ergo blieb dann also gar nicht mehr viel Zeit, denn es kursierten schon Gerüchte, dass der Wind nachgelassen haben soll und so stand der Plan 14:40 Uhr mit dem Shuttle an die Strecke zu fahren und noch ein wenig zu Rudern. Die Mittagspause wurde dadurch natürlich gestrichen… Die Busfahrt dauerte durch das Straßenradrennen der Damen dann leider auch länger als geplant und der Himmel verdunkelte sich auch stetig, sodass wir uns nur zwei Runden auf dem Wasser bewegten und dann mit dem letzten Bus 17:30 Uhr wieder Richtung Dorf verschwanden. Die Bedingungen waren allerdings wirklich gut ruderbar geworden.

Beim Essen war dann die Stimmung wieder recht angespannt, die jeder schon in Gedanken beim Rennen war und deswegen gestaltete sich das Abendessen auch recht kurz und ruhig…

Dummerweise wurde uns noch die Nachricht eröffnet, dass es am nächsten Tag schon 5:10 Uhr mit dem Shuttle an die Strecke gehen sollte. Was definitiv vorm Aufstehen ist. Aber wenn 08:30 Uhr schon Rennen ist, muss man auch mal in den sauren Apfel beißen und ein Ende ist ja mittlerweile auch schon absehbar…

Erstellt von Tim Grohmann am 09.08.2016 um 01:49 Uhr.