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Radausflug auf 2019m

Gestern Nachmittag stand die erste wohl auch einzige lange Radtour auf dem Plan und die wollten wir dann direkt nutzen. 150min standen auf dem Trainingsplan und wir rechneten vielleicht noch mit ein bisschen mehr. Geplant war mit dem Rad bis an den Berg ranzufahren und dann den Rest zu Fuß zu erklimmen. Leider war das ranfahren schon schwieriger als gedacht und wir kamen erst nach knapp zwei Stunden mehr oder weniger nur bergauf an der Hütte an, wo wir loslaufen wollten. Bis dahin hatten wir knapp 800 Höhenmeter zurückgelegt und weitere sollten noch folgen. Die Gruppe teilte sich dann jedoch und ich stiefelte mit Marcel und Karl noch ein bisschen den Berg hinauf. Leider haben wir es nicht bis zum Latschur (2235m) geschafft, sondern mussten vorher auf einem Bergkamm umdrehen, da wir sonst das Grillbuffet verpasst hätten, und das durfte auch nicht sein...am Ende waren wir vier Stunden unterwegs, hatten viel Spaß und waren stehend ko.

Ansonsten läuft das Training hier recht gut. Zwei Einheiten sollte ich bisher im Doppelvierer absolvieren, da Lauritz ein bisschen erkältet ist. Heute Nachmittag ist Krafttraining und morgen dann schon wieder freier Nachmittag, dann ist die erste Trainingswoche auch fast schon wieder geschafft.

Erstellt von Tim Grohmann am 25.06.2016 um 10:44 Uhr.


Olympische Spiele Rio 2016

Es war eine lange, aufregende und turbulente Zeit. Nach Luzern und dem enttäuschenden 5. Platz wurde ich durch Hans Gruhne im Doppelvierer ersetzt und übernahm danach die Ersatzposition. Wir bereiteten uns in Berlin und Ratzeburg auf den letzten Weltcup in Poznan vor und es war definitiv keine leichte Zeit. Zum Weltcup war ich dann krank und musste mich zu Hause auskurieren. Der Doppelvierer belegte in Poznan den zweiten Platz hinter Australien und war somit nominiert für die Olympischen Spiele. Nach einer kurzen Phase des Wartens erfuhr ich einen Tag später, dass ich als Ersatzmann mit zu den Olympischen Spiele würde fahren dürfen. Es war nicht unbedingt mein Ziel aber im Herbst letzten Jahres waren die Chancen in den Doppelvierer zu kommen verschwindend gering. Ich konnte mich trotzdem ins Boot kämpfen aber leider konnten wir als Mannschaft nicht überzeugen. Das ich am Ende derjenige sein würde, der aus dem Vierer gesetzt wird, war zwar nicht unbedingt nachvollziehbar aber absehbar. Ich hätte eigentlich schon nach Brandenburg mit diesem Schritt gerechnet aber wir bekamen noch eine Chance, weil Hans Gruhne noch nicht fit war... Wahrscheinlich wäre es unabhängig vom Ergebnis nach Luzern sowieso vorbei gewesen, da der Vierer mit Hans auf jeden Fall getestet worden wäre. Schade ist es trotzdem, aber ich habe mein Bestes gegeben und es hat nicht gereicht, deswegen werde ich nun versuchen die Position des Ersatzmanns ordentlich auszukleiden und die Zeit irgendwie zu genießen.

Derzeit befinden wir uns im Trainingslager in Weissensee und es sind wie immer hervorragende Bedingungen. Herrliches Wetter, gute Unterkunft und perfekte Ruderbedingungen. Ich bin gespannt was die Zukunft noch so bringen wird.

Erstellt von Tim Grohmann am 23.06.2016 um 21:47 Uhr.


Weltup Luzern

Die Ernüchterung nach einem Weltcupwochenende mit vielen engen Rennen und mäßigen Ergebnissen ist groß und nun heißt es erstmal wieder Kräfte sammeln und abwarten wie es weitergeht.

Im Hoffnungslauf konnten wir uns zum Vorlauf ein wenig steigern, was sich vor allem im "Feeling" bemerkbar machte aber auch da gab es nach der 1000m- Marke einen Bruch und wir konnten den guten Start nicht bis ins Ziel bringen. Am Ende waren fünf Boote innerhalb von einer halben Sekunde und wir belegten den vierten Platz und waren somit für das Finale qualifiziert. Sicherlich mit Glück das es nicht der fünfte Platz wurde aber genauso gut hätte es der erste oder zweite Platz sein können, bei so einem engen Rennen.

Im Finale hatten wir uns viel vorgenommen, aber vor allem ein vernünftiges Rennen abzuliefern. Beim Einfahren war es noch ganz ordentlich aber mit dem ersten Schlag im Rennen funktionierte gar nichts. Die Pace kam gar nicht und vor allem auch der Rhythmus und somit das Zusammenspiel passte in keinster Weise. Wir kämpften uns Meter für Meter und der fünfte Platz war am Ende das logische Resultat. Es ist schade, wenn bei der schönsten Regatta des Jahres so ein Ergebnis zu Buche steht aber es lässt sich leider nicht ändern.

Wie es jetzt weitergeht weiß ich noch nicht. Wir werden es wahrscheinlich in den kommenden Tagen erst erfahren. Auf jeden Fall müssen wir uns deutlich steigern, um wieder konkurrenzfähig zu werden.

Erstellt von Tim Grohmann am 30.05.2016 um 08:18 Uhr.


Neue Chance im Hoffnungslauf

Der Vorlauf heute war leider gar nichts. Wir sind nicht gut gerudert und haben unseren Rhythmus nicht gefunden, sodass das Ergebnis am Ende auch nicht verwunderlich ist. Morgen können wir es im Hoffnungslauf besser machen. Dort gehen die verbleibenden sechs Boote in einem Lauf an den Start und die ersten Vier starten am Sonntag mit Großbritanien und Australien im Finale. Wir werden definitiv eine Schippe drauflegen müssen aber das sollte auch gut machbar sein!

Erstellt von Tim Grohmann am 27.05.2016 um 16:13 Uhr.


Morgen gehts los!

Morgen ist es dann wieder soweit und der Weltcup auf dem Rotsee in Luzern beginnt. Wir sind nun schon den zweiten Tag vor Ort und es ist wiedermal sehr schön. Untergebracht in einem Hotel in Sarnen, ungefähr 25km von der Strecke entfernt, fehlt es uns an nichts... nur die Fahrtzeit von knapp einer halben Stunde ist nicht ganz so schön aber das ließ sich wohl nicht vermeiden. Die Trainingseinheiten waren ganz in Ordnung und wir freuen uns nun auf die Rennen. Da nur acht Boote gemeldet sind, gibt es zwei Vorläufe, wo jeweils der erste direkt ins Finale einzieht. Wir fahren gegen Australien (WM- Zweite), Kanada und Polen und werden natürlich versuchen uns direkt durchzusetzen.

Das Wetter ist wie gewohnt toll und abwechslungsreich. Größtenteils scheint die Sonne und es ist schön warm aber teilweise zieht auch mal eine dunkle Wolke mit einer Abkühlung durch.

Erstellt von Tim Grohmann am 26.05.2016 um 18:36 Uhr.