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Trainingslager Erba/ Italien

Seit zehn Tagen befinde ich mich nun schon hier in der Lombardei und trainiere fleißig auf dem Lago di Pusiano. In der Ferne grüßen die schneebedeckten Gipfel und unten auf dem See ist es zwar am Morgen noch empfindlich kalt aber sobald die Sonne ihre Kraft entfaltet, wird es ein wenig wärmer. Leider ist es ein tageweiser Wechel zwischen Regen und Sonne aber es ist so gut wie nie Wind, sodass Rudern immer gut möglich ist.

Die Wochen nach Aviz und vor dem Trainingslager waren recht stressig. Der Ergocup in Leipzig stand noch auf dem Programm und nebenbei noch einige wichtige Aufgaben im Rahmen des Studiums, so z.B. auch Gerätturnen was einen Großteil meiner Aufmerksamkeit in Anspruch nahm und wodurch mir am Abend doch oft ziemlich viel weh tat.

Hier im Trainingslager ist der Ablauf wie sonst auch. 07:30 Uhr beginnt das Training auf dem Wasser und gegen 11 Uhr die zweite Einheit. Am Nachmittag starten wir dann immer so gegen 16 Uhr. Das Training gestaltet sich noch relativ abwechslungsreich, da im Zuge der Langstrecke Leipzig auch das Ergometer mit vorbereitet werden muss. So fahren wir mal Einer, mal Vierer, mal Ergo, Krafttraining steht auch auf dem Programm, diverese Gymnastikeinheiten und Rad. Zum Rad fahren ist es noch ganz schön kalt und ich habe aufgrund des milden Wetters in der Heimat vor dem Trainingslager auch die Lage falsch eingeschätzt und zu wenig Wintersachen eingepackt. Sodass es mit dem Rad auf 1000m Höhe, ohne Handschuhe und im Schnee schon mal frisch werden kann...

Drei Tage mühen wir uns nun hier noch ab und am Montag geht es dann auch schon wieder nach Hause, sodass die Osternester in der Heimat gesucht werden können und wir mal wieder etwas anderes als Pasta und Risotto und Eis zu essen bekommen :)

Erstellt von Tim Grohmann am 23.03.2018 um 10:42 Uhr.


Auftakttrainingslager Männer Skull Aviz/ Portugal

Vier Jahre ist es nun schon her, seit wir das letzte Mal hier in Aviz gewesen sind. Die Mannschaft hat sich seitdem stark verändert aber es ist immer noch sehr schön hier. Erschrocken sind wir allerdings über die Ausmaße des Sees. Denn der Wasserstand ist um mindestens 8m gesunken und wo man sonst noch langrudern konnte, sind heute nur noch Stein und Fels oder sogar alte Bäume.

Die Anreise war recht problemlos aber dauert doch immer seine Zeit, da Aviz auch irgendwo in der "Pampa" liegt, d.h. vom Flughafen Lissabon sind es noch immer 2,5h mit dem Bus. Die kommenden 14 Tage werden wir uns hier viel im Großboot bewegen und ab und zu mal im Einer. Als Ausgleich muss der Kraftraum oder Fahrrad herhalten und wenn wir uns gut benehmen, wird vielleicht auch mal ein Ball in die Mitte geschmissen. Das Wetter ist zur Zeit mit um 13 Grad und Sonnenschein sehr angenehm, auch wenn es am Morgen immer noch empfindlich kalt ist und der Raureif allgegenwärtig ist.

Erstellt von Tim Grohmann am 03.02.2018 um 11:10 Uhr.


Trainingslager Rabenberg 2018

Same procedure as every year...

Das Auftakttrainingslager des neuen Jahres fand traditionell wieder im Sportzentrum Rabenberg statt. Nach dem Jahreswechsel und ein paar freien Tagen bekamen wir noch eine Schonfrist von einer Woche, um wieder ins Training reinzukommen und dann war am 08.01.2018 auch schon Anreise. Der Bus war wieder randvoll mit allen nötigen Utensilien. Da auf dem Rabenberg alle Möglichkeiten vorhanden sind, braucht man auch entsprechend viel Material und Langläufer, Inline- Skates, Hallenschuhe, Kraftschuhe, Ergoschuhe und Badelatschen sind nur eine kleine Auswahl. Deswegen ist es auch kaum verwunderlich, dass jeder mit ungefähr drei Gepäckstücken zur Abfahrt bereit stand.

Der Wettergott meinte es leider nicht ganz so gut mit uns. Die Junioren konnten im Dezember noch direkt vom Rabenberg mit Läufern starten, das blieb uns leider verwehrt, denn direkt am Rabenberg war alles grün... oder braun aber zumindest nicht weiß... deswegen blieb uns nur die Fahrt zum Fichtelberg nach Oberwiesenthal. Dort fanden wir jedoch perfekte Bedingungen vor und konnten viele Langlaufkilometer abspulen. In den zwei Wochen sollten es deutlich über 300km geworden sein. Der Fichtelberg war auch ein kleines Phänomen, denn wenn 3km vor dem Parkplatz noch kein Schnee war, gab es oben eine geschlossene Schneedecke von fast einem halben Meter...ab Mitte der Woche gab es dann auch immer mal wieder Neuschnee und ein absolutes Novum für mich, was ich allerdings auch nicht mehr erleben möchte. Es war ein bisschen windig mit Windgeschwindigkeiten um die 60km/h und schon nach 16 Uhr, sodass die Dunkelheit nicht mehr lange auf sich warten lassen sollte. Aber 16:15 Uhr war dann doch zu früh. Ich fuhr alleine im Wald der Berg hinauf und dachte ich hätte geblinzelt aber das nimmt man normalerweise nicht so wahr und als es keine drei Sekunden später ungeheuerlich laut donnerte, hatte sich mein Verdacht leider bestätigt. Ein Wintergewitter- und ich durfte es hautnah miterleben- toll! -.- naja, in einigem Abstand folgte mir noch eine weitere Skifahrerin und ich ließ sie mich einholen, sodass keiner von uns alleine im Schnee- Sturm und Gewitter durch den Wald musste. Denn der Sturm hatte sich noch verstärkt und man sah schon im Wald kaum die Hand vor Augen und es donnerte und blitzte im Minutentakt. Sowas hatten wir beide noch nicht erlebt aber zum Glück sind die Skistöcke mit einem Korkgriff versehen, der ja bekanntlich nicht leitfähig ist, also waren wir ja quasi sicher vor Blitzschlag... Wir kämpften uns zum Parkplatz und danach möglichst schnell ins Auto- Herr Scheibe empfing mich schon und die Mädels waren auch schon im Auto, nur die Jungs waren noch nicht angekommen. Vor dem Auto befand sich in 20m Entfernung ein riesiges, rotes Sparkassenschild- man konnte es jedoch durch Wind- und Schneegestöber nicht erkennen... auch die Jungs kamen irgendwann und wir konnten die Heimreise antreten...

Der normale Tagesablauf ist immer schon stressig genug aber durch die Fahrten zum Fichtelberg wurde es immer noch voller. Der normale Tagesablauf sah wie folgt aus: 07:00 Frühstück 08:00 Training (Kraft/Ski/Ergo) bis zu 2h 10:45 Training (Gymnastik/Ergo/Schwimmen) 1h 12:00 Mittag 14:00 Training (SKi/Ergo/ Inline-Skaten) 2h 16:45 Training (Gymnastik/Schwimmen/ Spiel) 1h 18:00 Abendessen 19:30 Training (Spiel/Schwimmen) 1h

Danach wusste man auf jeden Fall was man am Tag so alles gemacht hat...

Ein bisschen Ablenkung gab es allerdings auch auf dem Plan, so konnten wir einen Abend rodeln gehen, Bowling war auch mal dem Programm und während einer Skieinheit versuchten wir unsere Abfahrtsskills mit Langläufern zu verbessern und sausten den Hang in Oberwiesenthal hinab- mit kleinen Aussetzern/ Hinsetzern alle 20m aber es ging ganz gut...

Jetzt sind wir mal gespannt, was das Training so gebracht hat. Der nächste Schritt wird das Wasserlager in Portugal sein, wo es dann schon wieder um die Verbesserung der Großbootfähigkeit geht und vielleicht auch ein bisschen Sonne tanken...

Erstellt von Tim Grohmann am 28.01.2018 um 12:13 Uhr.


1. Platz Langstrecke Leipzig

Der erste Wettkampf des neuen Jahres ist nun auch schon wieder absolviert und ging mit dem Sieg in Leipzig auch ganz gut aus. Allerdings waren nur drei Boote am Start, sodass die Aussagekraft relativ gering ist aber nach zwei Wochen Training bin ich mit der Performance nicht unzufrieden.

Nach drei Wochen Urlaub begann das Training für mich relativ entspannt aber ich habe mich auch wieder auf die Belastung gefreut. Auch wenn der Urlaub in den USA auch ohne Probleme länger hätte dauern dürfen.

Die kommenden Wochen sind nun stark vom Training geprägt mit kleineren Tests in Wettkämpfen an den Wochenenden. Der erste ist mit Leipzig nun schon absolviert und diesen Samstag folgt der nächste beim Langstreckentest in Berlin. Danach folgt noch ein Trainingswochenende in Ratzeburg, um Doppelvierer zu üben und dann kommmt der "Höhepunkt" des Herbstes mit dem Ergometertest und der Langstrecke in Dortmund.

Erstellt von Tim Grohmann am 07.11.2017 um 08:01 Uhr.


Weltmeisterschaft Sarasota

Seit fast einer Woche sind wir nun schon in den Vereinigten Staaten und schwitzen unter der Sonne Floridas. Über 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit machen das Training nicht unbedingt zum Vergnügen. Die ersten Tage konnten wir allerdings auch noch nicht Rudern gehen. Zum Teil auch, weil Philipp und Max den Flieger verpassten aber auch weil die Boote durch Hurrikan Irma nicht rechtzeitig nach Sarasota gebracht werden konnten. So verbrachten wir die ersten Tage auf dem Ergometer und im Fitnessstudio.

Die Vorbereitung in Ratzeburg lief für uns ganz gut, auch wenn das Wetter sehr gewöhnungsbedürftig war. Bei teilweise unter 10 Grad und Wind war es dann auch nicht unbedingt eine Freude. Die Abschlussbelastung war auch kein besonders gutes Rennen aber insgesamt war doch eine deutliche Steigerung zum letzten Weltcup zu erkennen und so konnten wir zuversichtlich in den Flieger steigen.

Die ersten Einheiten auf dem Wasser gestalteten sich jedoch sehr schwierig. Das Wasser ist sehr weich und warm und durch die Vielzahl der Boote auf dem Wasser auch extrem kabbelig. Der Jetlag machte sich auch noch bemerkbar und die ersten Tage fragten wir uns noch, wie wir überhaupt mehr als 10 Schläge Streckenschlag durchhalten sollten. Die einzige Hoffnung war, dass es den anderen Mannschaften wohl ähnlich gehen würde.

Interessant war auch wie grün die gesamte Umgebung hier ist, obwohl es immer so heiß und trocken ist. Aber es gibt doch sehr viele Gewässer überall und die Bewässerung funktioniert einwandfrei. Der Rasen, der an der Strecke neu ausgerollt wurde, wurde auch jeden Tag gewässert und gedüngt- zumindest dachten wir das, bis wir sahen, dass er mit grüner Farbe angesprüht wurde!

Ansonsten wurde auch an der Strecke von den Trainern schon ein Alligator in der Strecke gesichtet, was uns allerdings verwehrt blieb bisher. Allerdings konnten wir gestern in der Nähe des Hotels einen kleinen Alligator sehen, der sich über den Fußweg in den nahegelegenen Bach schleppte.

Erstellt von Tim Grohmann am 25.09.2017 um 16:27 Uhr.