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Woche in Ratzeburg

Der Großteil der Woche ist nun schon überstanden und wir können auf einige Kilometer im Doppelvierer zurückblicken. Die Woche begann noch recht entspannt in Rostock auch mit einer schönen, langen Radtour die Küste entlang, von den tollen Eindrücken kann ich heute noch zehren, und am Mittwoch gipfelte die Anstrengung in einer HINA- Belastung, die wir leider noch nicht so gut umsetzen konnten, wie wir uns das vorgestellt haben. Von Christi Himmelfahrt hatten wir nicht allzu viel, denn um 7 Uhr sind wir, aufgrund des schlechten Wetters, nach Mölln gefahren. Es war seit langem mal wieder eine sehr gute Einheit und mit viel Arbeit an der Technik konnten wir einen großen Schritt nach vorn machen. Am Nachmittag krachte es nach 2km im Kanal einmal am Bug und kurze Zeit später auch noch an der Flosse und schon fuhr der neue Vierer um die Ecke und damit wir klar- die Flosse ist ab! Schöner Mist…Einheit beendet und jetzt hieß es sich wieder nach Hause zu quälen, denn ohne Schwert fährt es sich nicht so leicht und schon gar nicht gerade! Aber wir hatten auch unseren Spaß und konnten, als ein wenig Platz war, schöne Kreise drehen=) die Freude währte jedoch nicht lang, denn wieder in Ratzeburg angekommen durften wir die Einheit natürlich fortsetzen, die Freude war groß! Hierzu sind wir wieder in das Boot vom letzten Jahr gestiegen. Aber es war dann doch ganz in Ordnung. Die Tage waren geprägt von langen Ausdauereinheiten und zwei Mal 100min am Tag können schon ganz schön schlauchen, wenn nicht körperlich, dann auch auf jeden Fall mental und meistens war beides der Fall. Heute sind wir dann wieder die ersten Strecken mit Wettkampffrequenzen fahren und wir konnten und den guten Trend der letzten Tage mitnehmen und wieder einen ökonomischen Schlag fahren, der uns auch letzte Jahr stark machte und der in Belgrad leider noch nicht da war. Heute Nachmittag war frei, bzw. nur eine lockere Radeinheit um den See und das war bei dem Wetter auch mal ganz schön, denn seit langem scheint auch hier mal die Sonne und es sind mehr als 13 Grad! Man konnte sogar mal kurz rudern gehen… Den Abend verbringen wir heute in einem Restaurant und schauen uns das Champions League Finale an, bevor morgen die letzten beiden Einheiten für diese Woche anstehen und wir noch einmal ein paar Strecken fahren werden. Die nächsten 1,5 Tage ist dann Urlaub…

Tim Grohmann am 19.05.2012 um 18:42 | Permalink

"Kurzurlaub" in Rostock

Die Wochen zwischen den Weltcups sind stets vom Reisen geprägt. Training in Ratzeburg meistens zwischen Dienstag und Samstag und die restlichen Tage am Heimatort. Bei mir bietet es sich natürlich an auch mal nach Rostock zu fahren und nicht nur weil es um die 700km weniger zu fahren sind in weniger Tagen, sondern auch um die Zeit mit Marie und an der Küste zu genießen, wobei das Training in Kessin natürlich auch nicht zu kurz kommt.

Am Samstag wurden wir aus Ratzeburg schon Mittags entlassen und da es sehr stürmisch war, reizte es mich schon mal an die Ostsee zu fahren und die Wellen zu begutachte. Auf dem Rückweg von Ratzeburg wählte ich landschaftlich schönere Route beim Salzhaff vorbei und in Rerik genoss ich das erste Mal die raue See. Wobei es schon ein wenig ungemütlich war, bei so viel Sand der durch die Luft geweht wurde... Die Fahrt ging weiter nach Rostock und ich sammelte eigentlich nur schnell Olaf ein, um mit ihm einen gemütlichen Spaziergang in Warnemünde zu machen. Mein Freund auf vier Pfoten war sehr froh mich zu sehen, aber mit der Situation in Warnemünde war er nicht ganz so zufrieden, denn am Strand war es schon recht ungemütlich. Zwar hat die Sonne geschienen, teilweise, aber bei bis zu 7 Beaufort flog uns auch hier der Sand um die Ohren und Olaf kniff auch sehr häufig die Augen zusammen, weil ihn der Sand störte. Nach kurzer Zeit kehrten wir wieder um und gingen so mit dem Wind und da ich immer noch kein vernünftiges Foto von den Wellen hatte, schleppte ich Olaf noch bis vor zur Mole in Warnemünde, da hatte er die Nase aber gestrichen voll, wahrscheinlich auch weil wir schon um die 2h unterwegs waren und zum Sand nun noch die Gischt kam. Nichtsdestotrotz, er musste da durch und wir haben uns bis an die vorderste Spitze gekämpft und ich bekam mein Foto...das versprochene für Philipp...naja Olafs Laune war am Tiefpunkt und ich hatte auch keine große Lust mehr zu laufen aber wir mussten ja irgendwie zurück und nach drei Stunden waren wir dann auch völlig abgekämpft, aber entspannt wieder am Auto. Das Pokalfinale war so gut wie vorbei und wir hatten noch nichts gegessen...

Naja der Sonntag gestalte sich ähnlich, da Olaf so kaputt war, konnte ich lange schlafen und gegen Mittag hatte ich auch gefrühstückt und wir konnten uns gen Markgrafenheide aufmachen. Das Urlaubsfeeling kam schon deutlich hoch und ich war kurz davor ins Wasser zu springen, aber die Vernunft war wohl doch größer und ich habe den Gedanken wieder verworfen bei 13 Grad ins Wasser zu gehen. Am frühen Abend kam dann auch Marie mit dem Zug an und wir konnten zum Abendbrot nach Prerow fahren und endlich mal wieder Dorsch im Seeteufel essen, der auch wie immer sehr, sehr lecker war! Damit war das Wochenende und die 1,5 Tage frei leider auch schon vorbei, aber zumindest effektiv genutzt =) Der Montag war ein normaler Trainingstag, allerdings stand nachmittags Rad auf dem Plan und das habe ich dann auch genutzt für eine Boddenrundfahrt, um noch einmal quer über den Darß zu radeln. Die 85km fuhren sich auch recht entspannt, aber ich war schon sehr froh, als ich wieder in Ribnitz- Damgarten angekommen bin, denn mit dem MTB zieht sich das schon, aber die tolle Landschaft macht einiges wieder wett

Heute, am Dienstag, ist nun wieder Anreise nach Ratzeburg, um die Vorbereitung auf Luzern fortzuführen. Ich hoffe das Wetter wird besser, als letzte Woche, denn da war der Wind schon sehr störend. Wir werden bis Sonntag in der Inselstadt sein und dann die Heimreise antreten, noch ein paar Tage regenerieren und am Mittwoch nach Luzern fliegen zum 2. Weltcup der Saison...

Tim Grohmann am 15.05.2012 um 13:31 | Permalink

2. Platz beim I. Weltcup der Saison

Nach einem sehr guten, knappen Rennen musste sich der deutsche Doppelvierer mit Tim den Kroaten geschlagen geben. Der flotte Endspurt hat leider nicht mehr gereicht, so dass sie die Kroaten auf der Ziellinie nicht mehr erwischt haben und einen Bug dahinter ins Ziel einfuhren.

Aber die Saison ist gerade erst angelaufen und das gestrige Rennen verspricht, dass es noch weitere spannende Kämpfe um das obereste Treppchen geben wird!

Wir hoffen, dass Tim und seine Crew weiterhin viel Freude (wie gestern) an den Rennen haben werden und den anderen zeigen, was sie können!

Herzlichsten Glückwunsch zur Silbermedaille in Belgrad!

Für alle, die das Rennen noch nicht gesehen haben oder davon nicht genug bekommen können, sind hier 2 Links zum Anschauen:

Tims Rennen (M4x in der unteren Leiste suchen und anklicken)

ARD Sportschau Zusammenfassung (ab Minute 10 ist die Zusammenfassung von Tims Rennen)

Marie Paul am 07.05.2012 um 21:32 | Permalink