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1. Platz Langstrecke Leipzig

Der erste Wettkampf des neuen Jahres ist nun auch schon wieder absolviert und ging mit dem Sieg in Leipzig auch ganz gut aus. Allerdings waren nur drei Boote am Start, sodass die Aussagekraft relativ gering ist aber nach zwei Wochen Training bin ich mit der Performance nicht unzufrieden.

Nach drei Wochen Urlaub begann das Training für mich relativ entspannt aber ich habe mich auch wieder auf die Belastung gefreut. Auch wenn der Urlaub in den USA auch ohne Probleme länger hätte dauern dürfen.

Die kommenden Wochen sind nun stark vom Training geprägt mit kleineren Tests in Wettkämpfen an den Wochenenden. Der erste ist mit Leipzig nun schon absolviert und diesen Samstag folgt der nächste beim Langstreckentest in Berlin. Danach folgt noch ein Trainingswochenende in Ratzeburg, um Doppelvierer zu üben und dann kommmt der "Höhepunkt" des Herbstes mit dem Ergometertest und der Langstrecke in Dortmund.

Erstellt von Tim Grohmann am 07.11.2017 um 08:01 Uhr.


Weltmeisterschaft Sarasota

Seit fast einer Woche sind wir nun schon in den Vereinigten Staaten und schwitzen unter der Sonne Floridas. Über 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit machen das Training nicht unbedingt zum Vergnügen. Die ersten Tage konnten wir allerdings auch noch nicht Rudern gehen. Zum Teil auch, weil Philipp und Max den Flieger verpassten aber auch weil die Boote durch Hurrikan Irma nicht rechtzeitig nach Sarasota gebracht werden konnten. So verbrachten wir die ersten Tage auf dem Ergometer und im Fitnessstudio.

Die Vorbereitung in Ratzeburg lief für uns ganz gut, auch wenn das Wetter sehr gewöhnungsbedürftig war. Bei teilweise unter 10 Grad und Wind war es dann auch nicht unbedingt eine Freude. Die Abschlussbelastung war auch kein besonders gutes Rennen aber insgesamt war doch eine deutliche Steigerung zum letzten Weltcup zu erkennen und so konnten wir zuversichtlich in den Flieger steigen.

Die ersten Einheiten auf dem Wasser gestalteten sich jedoch sehr schwierig. Das Wasser ist sehr weich und warm und durch die Vielzahl der Boote auf dem Wasser auch extrem kabbelig. Der Jetlag machte sich auch noch bemerkbar und die ersten Tage fragten wir uns noch, wie wir überhaupt mehr als 10 Schläge Streckenschlag durchhalten sollten. Die einzige Hoffnung war, dass es den anderen Mannschaften wohl ähnlich gehen würde.

Interessant war auch wie grün die gesamte Umgebung hier ist, obwohl es immer so heiß und trocken ist. Aber es gibt doch sehr viele Gewässer überall und die Bewässerung funktioniert einwandfrei. Der Rasen, der an der Strecke neu ausgerollt wurde, wurde auch jeden Tag gewässert und gedüngt- zumindest dachten wir das, bis wir sahen, dass er mit grüner Farbe angesprüht wurde!

Ansonsten wurde auch an der Strecke von den Trainern schon ein Alligator in der Strecke gesichtet, was uns allerdings verwehrt blieb bisher. Allerdings konnten wir gestern in der Nähe des Hotels einen kleinen Alligator sehen, der sich über den Fußweg in den nahegelegenen Bach schleppte.

Erstellt von Tim Grohmann am 25.09.2017 um 16:27 Uhr.


Trainingslager Weissensee- immer eine Reise wert!

Klausur, Golfturnier, Training, Entspannen,... die Woche daheim zwischen den Trainingslagern wurde alles, aber nicht langweilig. Wie man sich denken kann, ging die Zeit natürlich auch viel zu schnell vorbei und die Anreise zum Weissensee am Montag stand schon wieder auf dem Plan. 04:00 Uhr machte ich mich mit dem Mietwagen auf den Weg zum Flughafen nach Berlin und bekam am Ende durch den frühmorgendlichen Stau in Berlin auch noch Stress. Aber der Flieger hob pünktlich ab und gegen Mittag waren wir auch schon im Naturpark Weissensee anegkommen. Mit von der Partie sind fast schon traditionell alle Skuller und dazu noch der Riemenzweier der Frauen.

Bisher lief es noch nicht so ganz rund. In der ersten Einheit am Montag verlor Philipp bei 9km eine Schraube aus der Dolle und wir mussten zu dritt zurück rudern. Gegen die Sonne und gegen den Wind, sah man nicht sonderlich viel und sommerliche Temperaturen taten das Übrige. Den ersten Schwimmer verfehlten wir noch knapp und er beschwerte sich lautstark, beim nächsten hatten wir nicht so viel Glück und erwischten ihn direkt am Kopf. Glück im Unglück, es passierte nicht viel, die Wunde wurde genäht und es geht ihm wieder gut. Am nächsten Tag folgte der erste Sturz auf dem Fahrrad, glücklicherweise auch ohne große Verletzungen. Der dritte Tag versprach recht gutes Wetter, es war wechselnd bewölkt aber so richtig gut sah es dann doch nicht so. Ein mulmiges Gefühl im Magen ignorierte ich, um nicht wieder der Spielverderber zu sein, also machten wir uns auf in Richtung Seeende. Nach 6km blitzte es am rechten Bergrand und ich dachte es sei ein Fotoblitz oder eine Reflexion gewesen aber der enorme Donner keine drei Sekunden später belehrte uns eines Besseren. Der kurze Blick zum Trainer, ja ihr dürft Wenden...weg von der Seemitte an den Rand aber es half nichts. Der nächste Blitz teilte sich und ging links und rechts vom See in die Berge aber direkte auf unserer Höhe, denn der Donner folgte auf den Fuß. Die Schlagzahl wurde erhöht und wir legten beim letzten Hotel an, bei 5,5km und warteten das Gewitter ohne Schäden ab. Glück gehabt. Die Einheit konnten wir nach kurzer Pause aber zu Ende bringen. Am Donnerstag kam dann der nächste Schockmoment, als wir uns bei dem Unfallopfer vom Montag entschuldigen wollten. Wir saßen gemeinsam draußen und es gewitterte und regnete vor sich hin, als der Sturm losbrach. Orkanböen mit um die 100 Stundenkilometern sorgten für fliegende Sonnenschirme und umgekippte Bäume und... defekte Boote. Aber größere Schäden blieben glücklicherweise aus. Der Strom kam dann erst nach fünf Stunden wieder. Heute vormittag regnet es wieder ununterbrochen und donnert die ganze Zeit vor sich hin aber für heute Nachmittag ist zumindest Besserung angesagt. Wir sind gespannt! Es verbleiben uns noch 13 Tage und es kann eigentlich nur besser werden! Wobei die Rudereinheiten, die wir bisher gemacht haben auch ganz gut waren.

Erstellt von Tim Grohmann am 11.08.2017 um 10:17 Uhr.


Weltcup Poznan

Am Mittwoch war Anreise nach Poznan. Von Dresden ist es keine 400km entfernt und mit dem Auto problemlos zu erreichen. Nach ungefähr vier Stunden bin ich mit dem Mietwagen am Hotel angekommen.

Nach dem wir im Hotel eingecheckt hatten und noch kurz die Beine hochlegen konnten, ging es auch schon mit dem Shuttle 15min zur Strecke und nach dem Anbauen eine Runde auf den Maltasee. Es war nicht sonderlich voll und so konnten wir vernünftig trainieren und die Fahrt ausspülen. Den Abend verbrachten wir schließlich beim Abendessen und bei der Physio. Heute standen nun zwei Trainingseinheiten auf dem Wasser auf dem Programm und beide waren recht gut, sodass wir für den morgigen Vorlauf gut gerüstet sein sollten. Einzig die Wetterprognosen bereiten Unbehagen und das Credo ist ganz klar, morgen Platz eins oder zwei belegen, um den Hoffnungslauf am Samstag zu sparen!

Start ist morgen 12:50 Uhr und es geht direkt gegen die Lokalmatadoren aus Polen, Australien, Niederlande und das zweite Boot von Großbritannien. Die ersten beiden Boote qualifizieren sich direkt für das Finale und das ist auch das Ziel.

Erstellt von Tim Grohmann am 15.06.2017 um 18:36 Uhr.


Europameisterschaft Racice 2017

Die Europameisterschaft ist nun schon eine Weile vergangen und mittlerweile sind wir schon einige Kilometer weiter und haben uns deutlich verbessert. Zur Meisterschaft in Racice konnten wir leider noch nicht unsere wirkliche Leistungsfähigkeit abrufen. Es war nun mal eine komplett neue Mannschaft mit drei "Neulingen" im Doppelvierer. Im Vorlauf überraschten wir uns selbst ein wenig, als wir auf den ersten 1000m deutlich vorne lagen und es somit für den direkten Finaleinzug gereicht hätte. Mir war allerdings schon nach 300m klar, dass wir es mit dieser Geschwindigkeit nicht bis ins Ziel schaffen würden und es war es am Ende auch. Die zweiten 1000m waren deutlich langsamer und am Ende kamen wir als Dritte ins Ziel. Im Hoffnungslauf hatten wir dann noch eine weitere Chance. Dort wollten wir die ersten 1000m etwas verhaltener gestalten, um dann in der zweiten Streckenhälfte besser reagieren zu können. Es funktionierte leider nicht ganz so gut und schon nach 1500m waren wir nahezu chancenlos auf ein Ticket im Finale. Somit landeten wir schließlich im Finale B und mit Estland, Ukraine und Russland waren noch drei weitere starke Nationen im "kleinen" Finale vertreten. Wir steigerten uns von Rennen zu Rennen und so war unser bestes Rennen dann auch im B- Finale. Wir konnten ganz ordentlich starten und sicherten den zweiten Platz hinter den olympischen Bronzemedaillengewinnern aus Estland gegen stark aufkommende Ukrainer ab.

Erstellt von Tim Grohmann am 13.06.2017 um 14:36 Uhr.